Picknicken am Eiffelturm, den Sonnenuntergang von den Stufen Sacré-Coeurs aus beobachten, Schaufensterbummeln in der Rue du Faubourg Saint-Honoré, einen Café au Lait in Saint-Germain-des-Près trinken, die kleinen Boutiquen im Marais entdecken und über die quirligen Märkte in Belleville schlendern... Das und noch viel mehr hat mein Jahr als Au-Pair in Paris einzigartig und unvergesslich gemacht. Klar, all das muss man auch erstmal ausfindig machen, doch dafür hat man wirklich ausgiebig Zeit. Dank des Ganztagsschulskonzepts in Frankreich (für die Kinder zwar weniger angenehm, aber für uns Au-Pairs macht es das Ganze deutlich entspannter) haben wir rein theoretisch den Tag über bis um 16 Uhr 30 frei.

Wie hab ich meine Organisation gefunden?

Ich habe eure Adresse gefunden, da meine Mutter vor 30 Jahren mit eurer Organisation als Au pair nach Paris Neuilly s/Seine ging und sich immer gut unterstützt gefühlt hat. Ich persönlich war dann zu einem Beratungsgespräch in Düsseldorf, fand alles super, sehr gut von euch organisiert und dachte mir: „Warum noch weiter suchen, wenn ich schon so eine tolle Organisation habe?“

Ein Interview mit Bettina*, die während des Schuljahrs 2012/13 als Au-pair in Paris gearbeitet hat und über den Verein für Internationale Jugendarbeit vermittelt wurde. Sie schildert hier ihre Eindrücke und was sie alles erlebt hat.

Wie oder wodurch hast du die Adresse des vij gefunden?
Ich habe mich im Internet informiert und bin so über die Internetseite der Diakonie auf den vij aufmerksam geworden.

Was war ausschlaggebend dafür, dass du dich für unseren Verein entschieden hast?
Für mich war vor allem die Präsenz vor Ort, die nicht-kommerzielle Ausrichtung und die Angebote vor Ort wichtige Kriterien.

Gefragt nach meiner Motivation für einen Au-pair-Aufenthalt, muss ich zugeben, dass diese Idee am Anfang eher so etwas wie eine Notlösung war. Ich war mir sicher, nach dem Abi ein "Ausjahr" zu machen, bevor ich studiere. Auch war klar, dass ich es in Frankreich verbringe, aber Au-Pair? Mich mit unerzogenen Kindern fremder Familien rumschlagen? Nein Danke! Erst als ich nur Absagen für ein Freiwilliges Soziales Jahr bekommen habe und es klar war, dass ich mir wohl etwas anderes suchen muss, hab ich mich ernsthaft mit der Option Au-Pair beschäftigt. Auf die Empfehlung einer Bekannten hin, habe ich mich beim vij beworben.

Nun sitze ich also doch hier in Paris. Ich, die ich von mir dachte, dass Au-pair ja wohl die allerletzte Option für mein Auslandsjahr sei. Putzen und verwöhnte Kinder betreuen - nein Danke! Die einen Haufen Schauergeschichten auf Lager, aber sonst weiter keine Ahnung hatte. Die, nachdem alles andere nicht geklappt hatte (freiwilliges soziales Jahr, Stipendium für ein Schuljahr in Norwegen) vor der Wahl stand, völlig überstürzt ein Studium anzufangen oder.... . Ja, oder vielleicht trotz allem den alten Traum von der Stadt der Liebe wahr zu machen. Und die einfachste Möglichkeit, die mir einfiel, war, dann also doch Au-pair. Meine Familie zeigte sich alles andere als begeistert, schließlich kannten sie dieselben Schauergeschichten, wie ich. Doch nachdem ich im Internet den vij entdeckt hatte und diese Organisation sich als christlich und non-profit erwies, konnte ich sie beruhigen. Ganz wichtig, denn es gibt so viele kommerzielle Organisationen, die gerade mal eine Internetadresse haben!